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Warum rasten dich aktiviert?

No 4 Alpencoach Blog

Im letzten Blog, den ich Anfang November publizieren durfte, ging es ums Weitergeben und um die grosse Ehre und Freude dahinter. Und jetzt steht das Rasten oder auch das Pausieren im Fokus. Du hast bestimmt schon einmal von der Superkompensation gelesen, gehört oder diese gar selbst erlebt. Gemäss Wikipedia wird es folgendermassen beschrieben: «Das Prinzip der Superkompensation besagt, dass der Körper nach einer Trainingsbelastung nicht nur die Bereitschaft zur Erbringung des gleichen Leistungsniveaus wiederherstellt, sondern im Verlauf der Erholung (Regeneration) die Leistungsfähigkeit über das ursprüngliche Niveau hinaus steigert und über einen bestimmten Zeitraum auf diesem Niveau hält.» Gehen wir davon aus, dass das Wandern und Bergsteigen einer Trainingsbelastung gleicht und das Rasten auf dem Gipfel oder bei längeren Touren auch unterwegs, der Erholung (Regeneration). Ich versuche mich nun gut 15 Jahre zurückzuerinnern. Als ich mich dem Gebiet der Hoch- und alpinen Touren näherte. Am letzten Tag der einwöchigen Ausbildungswoche stand die Hochtour auf das Rinderhorn auf 3449m auf dem Programm. Gemäss der SAC Berg- und Hochtourenskala eine WS Tour. Was dies bedeuteten könnte, wusste ich damals nicht bzw. ich hatte noch keinen Plan davon. Aber ich wollte nicht da hoch gehen, hatte viel zu viel Respekt, dass ich es nicht schaffen könnte. Diese Gedanken auszuhalten war nicht sonderlich toll. Wie die Nacht vor der Tour war, weiss ich nicht mehr. Aber ich weiss noch wie alt ich damals war und wie unerfahren. Vor allem unerfahren was meine ureigenen Kräfte anbelangt. Am nächsten Tag, früh morgens in der Dunkelheit ging es los, kam uns das Rinderhorn immer näher. Sein Gipfelkreuz war sichtbar beim Einstieg in den steilen Gletscher. Aber irgendwann war es weg. Der Aufstieg war nur noch mühsam, schwer und nicht-mehr-enden-wollend. Leider kann ich meinen inneren Kampf nicht mehr abrufen aber ich weiss, dass das Erreichen des Gipfels, zum Anfang meiner Bergsteiger-Karriere wurde.

Bilddatei: Aufstieg zum Rinderhorn, 12.8.2005, 7.55 Uhr


Eine zutiefste Dankbarkeit und Tränen überkamen mich. ACH – es war so intensiv! Diese Intensität konnte ich aber erst während dem Gipfel-Rast wahrnehmen und danach – sogar jetzt noch, viele Jahre später.

Nicht nur auf einer Bergtour oder eine Wanderung ist das Rasten essenziell, auch im wahren Leben. So konntest du im Blog No 1 von meinen Pausen im Leben lesen und wie mich diese Auszeit aktiviert hat. Und nun stellt sich die Frage, was machst du um dich im Alltag immer wieder zu aktivieren? Wie oft machst du eine Pause? Nur einmal im Jahr und zwar dann wenn du Ferien hast?

Und darum ist das Rasten so aktivierend: • Weil es meinen Emotionen und Gefühlen erlaubt, sich an der Oberfläche zu zeigen. • Weil es mich immer wieder zum Reflektieren bringt und Ideen dann am meisten Platz bekommen und somit auch das grösste Potenzial für die Umsetzung. • Weil mir meine Vergangenheit unzählige Beispiele gibt, die mich darin bestärken öfters mal eine Pause zu machen. Egal ob auf das gesamte Leben gesehen, auf ein Jahr oder gar nur auf einen Tag.

Spürst du, dass du wieder einmal eine Pause einlegen musst?

Ich freue mich dich dabei zu unterstützen und lade dich gerne zu meinem Workshop «Warum rasten dich aktiviert» am 12. Dezember 2019 ein. Mehr Infos und Anmeldung direkt unter: https://kurse.steinegerta.li/webbasys/index.php?kathaupt=11&knr=19H04A22&kursname=Warum+rasten+uns+aktiviert&katid=0


Herzlichst, Rosaria M. - Dein Alpencoach

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